!!! ACHTUNG !!! Vom 06.08 bis 19.08.2018 ist die Pfarrkanzlei wegen Urlaub geschlossen !

In der Zeit vom 06.August bis zum 19. August 2018 ist die Pfarrkanzlei wegen Urlaub geschlossen! In dringenden Fällen kontaktieren Sie bitte Frau Monika Huber, Tel: 0681/81922481.
Nächste Kanzleistunde: Mittwoch, 22.August ab 09:00 Uhr

Was gibt mir Halt? Was lässt mich zur Ruhe kommen?

 


Letzthin war ich ein paar Tage in Südtirol zum Radfahren. In den Bergen kommt es darauf an, auf den eigenen Rhythmus zu hören und nicht über die eigenen Kräfte zu fahren. Denn am nächsten Pass spürt man die „Sünden“ vom vorhergegangenen Pass. Wobei hier mit „Sünden“ gemeint ist, dass man übertrieben und zu viel an Kraft verbraucht hat, über die eigenen Verhältnisse gefahren ist, seine Reserven angetastet und geschädigt hat. Dieses Radfahren in den Bergen wird mir zum eigenen Gleichnis für mein eigenes Leben.

Wo übertreibe ich etwas in meinem Leben, was raubt mir viel Kraft, wo lebe ich über meine Verhältnisse (sei es finanziell, körperlich oder seelisch), wo taste ich meine Reserven an und schädige mich selbst?
Aber mindestens so wichtig ist, ob ich mich auf der richtigen Straße befinde, ob ich mich bei der Weggabelung richtig entschieden habe. Viele Entscheidungen in unserem Leben beeinflussen den weiteren Weg, oft sind es sogar schon Umstände die vor unserer Geburt liegen. Oder die Zeit in die wir geboren wurden.
In unserer Zeit, so scheint mir, ist der große Wahlspruch: “Yes we can!“ Alles erscheint möglich. Die Gestaltung des Moments erscheint vielfältig wie noch nie. Die Folgen sind immer größere Unverbindlichkeiten. Die Welt wird ein Dorf und mein Dorf wird zur Welt. Eine geschäftige Ruhelosigkeit macht sich breit.
 

 

Aber was gibt mir Halt?
Was lässt mich zur Ruhe kommen?


Ruhe ist ein Begriff deren Sinn uns entgleitet, außer es geht um Schlaf. Aber ruhig sein, ruhig werden, innehalten, aussteigen aus den vielen Möglichkeiten und einfach nur sein im wachen Zustand? Wer plant in seinen Tag auch noch Ruhezeiten ein. Eine stille Zeit um nachzudenken und zu reflektieren, ja um Kräfte zu sammeln. Denn eines habe ich beim Radfahren gelernt, ich kann auch mal über meine Kräfte fahren, wenn dann die Pausen stimmen. Aber um Ruhe zu finden, muss ich eine Perspektive haben die mir Ruhe gibt. Gott ist mein Schöpfer und ich kann nicht tiefer fallen als in seine Hand. Er hält seine Hand über mir, zu ihm kann ich kommen so wie ich bin und ich kann meine Sünden, (wo ich zu viel an Kraft brauche, auf dem falschen Weg bin) zu ihm bringen. Meine Lasten, die ich zu tragen habe, trägt er mit, wenn ich ihm meine Sorgen in einem Gebet zuflüstere und meine Bitten sage, so haben wir die Zusage, dass er antworten wird.
Ruhe zu finden hat damit zu tun, Kontrolle abzugeben, die eigenen Gedanken durch andere Gedanken prüfen zu lassen. Gottes Wort, die Bibel, wurde uns dazu geschenkt.
Gottes Gedanken sind nicht meine Gedanken, aber als Schöpfer kennt er meinen seelischen Bauplan und weiß in welche Richtung mein Herz und mein Blick gelenkt werden soll.
So wünsche ich uns allen nicht nur in der Urlaubszeit, Ruhezeiten sondern jeden Tag Ruhe in der Gegenwart Gottes.

 

Bericht: Manfred Schmidhuber