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Erste Kanzleistunde nach dem Urlaub: Mittwoch, 14.August ab 09:00 Uhr

Schiffbruch – ein Impuls zum Karfreitag

 

Unser Leben wird oft mit einer Reise verglichen, einem Weg oder auch einer Schifffahrt. Und es gibt Momente, Erfahrungen, wo wir sprichwörtlich Schiffbruch erleiden. Immer wieder. Das reicht vom kleinen Kind, das sich so auf den Abend mit Papa freut und der kommt (wieder einmal) erst mitten in der Nacht heim bis hin zum Tod eines geliebten Menschen. Unzählige kleine und große Schiffbrüche bereitet uns das Leben. „Wir wollten doch den Horizont erreichen und haben nur ein Schiffchen aus Papier.“ Singt mein Lieblingssänger Reinhard Mey.

 

 

Und wenn jede und jeder von uns überlegt, wo wir selbst schon schiffbrüchig geworden sind. Wo wir unterzugehen drohten, dann fallen uns da ganz konkrete Situationen ein. Der Tod eines lieben Menschen, eine schlimme Diagnose, Arbeitslosigkeit, Scheidung, was immer wir da einsetzen möchten. Schiffbruch mit unserem Lebensschifflein. Und Gott? Ja, der erleidet ja auch Schiffbruch. Der menschgewordene Gott Jesus hängt am Kreuz.
Sehr berührend heißt es im Morgengebetshymnus dieser Tage, im Lied „Heilig Kreuz du Baum der Treue“ über das Kreuz „Du, die Planke die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt!
 
SOS – haben die Schiffe gemorst. Ursprünglich offenbar nur eingeführt, weil das leicht zu morsen war, hat sich dann als internationaler Hilferuf durchgesetzt und wurde mit der Bedeutung „Save our Souls“ interpretiert. SOS schreien auch wir in den Schiffbrüchen unserer Welt. Save our Souls. Rettet unsere Seele. Wenn und weil Jesus selbst Schiffbruch erlitten hat, dürfen wir wissen, dass ER uns retten wird. Sein Kreuz ist Heil und Rettung. Rettungsring im Sturm unseres Lebens. Damit ich gerettet werden kann, muss ich einen Notruf absetzen. Gottes Notrufzentrale ist immer besetzt. Gerne sagt man, seine Telefonnummer ist 5015, denn im Psalm 50 heißt es in Vers 15: „Rufe mich an am Tag der Not; dann rette ich dich!“ Zu Ostern feiern wir, dass wir nicht bei der Katastrophe stehen bleiben, sondern dass es Rettung gibt. „Wir wollten doch den Horizont erreichen und haben nur ein Schiffchen aus Papier. In keinem Lebenssturm die Segel streichen, wir können es noch immer, zusammen – WIR!“ singt Reinhard Mey. Wir! Ja, wir können es, wenn wir auf GOTT vertrauen. Im Leben dauert der Karfreitag manchmal länger, doch Gott wird uns sicher retten. Er rettet unsere Seele. Er ist die Planke, die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt.
 
Bericht:  P. Franz Ackerl

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